Joyeux Noël – Es weihnachtet sehr! GPWA Christmas Poolparty

Von Sara Furtwängler

Southfield – Kerzenschein und Tannenzweige, Lebkuchen und Christstollen sorgen für besinnliche Stimmung. Zu französischem Lavendelduft aus der Provence gesellt sich jedoch auch eine andere, eher aufdringliche Note: Chlor! Wir befinden uns auf der gemeinsamen Weihnachts-feier der German Professional Women’s Association und des French Women’s Working Network – und ja, wir befinden uns dafür im Hallenbad des Marriott Hotels.

Der Grund hierfür ist nicht eine plötzlich sportliche Anwandlung der Business-Frauen, sondern eher akute Platznot des Marriott Hotels. “Ich fand den Raum inspirierend anders”, meint GPWA-Mitglied Sylvia Becker-Hill. Tatsächlich hatten die Schwimmkerzen auf dem Wasser und die großen Fensterscheiben, in denen sich die Kerzen spiegelten, einen ganz besonders weihnachtlichen Flair.

Die spannende Frage des Abends war natürlich: Wer fällt als erstes in den Pool. Alle dahingehend hoffnungsvollen Erwartungen wurden enttäuscht. Jeder balancierte sein Weinglas mit äußerster Vorsicht um die beiden Schwimmbecken herum. Keiner wollte dieser Eine erste sein! Also musste sich keiner wegen ungewollter Nässe schämen. Ungeschoren kam trotzdem niemand davon.

GPWA Christmas Party am Pool

Auf den Namensschildern, die zu Beginn des Abends verteilt wurden, befanden sich mysteriöse Nummern. Diese hatten selbstverständlich eine Bedeutung. Sie würfelten die Gäste wahllos in Teams zueinander, um dann in einem Gesangswettbewerb gegeneinander zu konkurrieren. Fünf  Teams gaben sich die Ehre. Tja, und da hat sich mal wieder gezeigt: die Weihnachtslieder sind doch nicht ganz so einfach, wie man allgemein hin so annimmt! Selbstverständlich haben sich am Schluss alle Teams und in ihnen jeder Sänger einen Schokoladen-Nikolaus verdient.

Um die Unterhaltung an den Tischen anzuregen, stand ein kleines Spiel auf dem Programm. Beate Turner verteilte hierzu Toilettenrollen. Jeder sollte sich so viel Papier abreißen, wie er denke, zu benötigen. Schon bei dieser Aufgabe hat man etwas über seinen Tischnachbarn erfahren.

Wirklich interessant wurde dann aber erst der zweite Teil des Spiels. Man musste seine Toilettenrollenblättchen zählen und gemäß dieser Anzahl seinen Tischnachbarn etwas über sich erzählen, das jene noch nicht wussten. Diese Aufgabe hat bis zum Ende des Abends angedauert, wobei die Toilettenstücke als Servietten-ersatz auf den Tischen an Bedeutung verloren. Die französisch-deutsche Gesellschaft fand sehr interessante Gesprächs-themen. Kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten wurden diskutiert.

Angeregt wurde die Diskussion durch eine Präsentation von Christina Griesser, der GPWA Präsidentin, und drei Damen des FWWN. Das Thema war “weihnachtliche Gebräuche” in Deutschland und Frankreich.

Vom Adventskalender über den Nikolaus bis hin zur Geschichte der französischen “Santons”, auch “Little Saints” genannt, kleine Holzfiguren, die den Menschen in der Provence den grauen Winteralltag erhellten, waren alle Adventszeremonien und Weihnachtsriten erwähnt.

So ging der Abend mit dezenter Flöten- und Klaviermusik in chlorig-weihnachtlicher Stimmung zu Ende und schlussendlich konnte sich keiner der Gäste einen besseren Platz für eine Weihnachtsfeier vorstellen, als ein Schwimmbad.

Dank gebührt dem Management des Marriott, das aus der Not eine Tugend zu machen wusste. Dank gebührt auch der Flexibilität des GPWA-Teams. Einfallsreichtum und Lust auf “Anders” haben den Abend zu etwas wirklich Besonderem gemacht.

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12 2008

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